Uniformenportal von Napoleon Online

Willkommen im Bildbereich mit Uniformserien, Portraits und Realien zu den Armeen von 1789 bis 1815.

In der uniformkundlichen Literatur wird immer wieder auf die sogenannten Dresdner Soldatenbilder hingewiesen, deren grundlegender Aufbau in der Darstellung von Einheiten mit mehreren Typen - Offiziere, Unteroffiziere, Mannschaften und Musiker - liegt. Die Urheber der Bilder sind bisher nicht bekannt, Richard Adlington weist in seinem Werk Military Uniforms - The Pictorial Sources auf den möglichen Künstler Adam von Bartsch hin.

Die Bilder scheinen auf mehrere Sammlungen verteilt zu sein, so besitzt die Pariser Bibliothèque nationale ein gebundenes Exemplar aus der ehemaligen Sammlung Ridder mit zahlreichen Bildern sächsischer Truppenteile, jedoch nicht beschränkt auf die Epoche der Befreiungskriege. Auch im Knötel-Nachlass in Rastatt finden sich einzelne Tafeln und Nachzeichnungen Herbert Knötels, die auch in einigen Publikationen von Dr. Herrmann oder A. Umhey abgebildet wurden.

Im Kupferstichkabinett Dresden konnten 26 aquarellierte Originale eingesehen und für die Veröffentlichung im Uniformenportal aufgenommen werden. Allen Bildern ist gemein, dass eine Unterschrift die Einheit bezeichnet, aber einzig die Tafel der Preußischen Jäger ist mit einem offensichtlich zeitgenössischen Titel in Kurrentschrift versehen. Alle anderen Tafeln weisen Titel in lateinischer Schrift auf, die daher mit hoher Wahrscheinlichkeit später hinzugefügt wurden. Die zwei Tafeln zu den preußischen Dragonern zeigen links unter der Gruppe die Bezeichnung "No. x" wobei x für eine Nummer steht.

Die hier präsentierten Tafeln aus dem Kupferstichkabinett zeigen auch Typen, die eventuell nicht vom Zeichner persönliche gesehen wurden, als Beispiele mögen hier die spanischen oder kurhessischen Truppenteile genannt werden. Trotz dieser Einschränkung stellen die Dresdner Soldatenbilder aufgrund ihres zeitgenössischen Charakters eine wichtige Quelle zur Recherche der Monturen von Armeen während der Befreiungskriege dar. Dem Kupferstichkabinett gebührt der Dank, dass die Bilder hier in aufbereiteter Form veröffentlicht werden können.