An den Feldzügen von 1813 und 1814 nahm in der schwedischen Armee der damalige Leutnant Carl Johan Ljunggren (1790-1852) teil, der vor seinem freiwilligen Eintritt in die Armee im Jahre 1805 eine Ausbildung in der Mal- und Bildhauerakademie erhielt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er in das königliche Festungsbaukorps als Sergeant beitrat und dort seine Zeichenkünste unter Beweis stellte.
Im Jahr 1808 trat er als Fähnich dem Västmanlands Regiment bei und nahm am Feldzug in Norwegen gegen Dänemark teil. 1813 nahm er als Grenadier-Leutnant in der Leibregiments-Brigade teil und erlitt bei der Völkerschlacht von Leipzig am 19. Oktober eine Verwundung an der Schulter - die Musketenkugel konnte nicht extrahiert werden und verblieb bis zu seinem Tod in seinem Körper. Im Jahr 1814 nahm er wiederum an Kämpfen in Norwegen - dann im Range eines Hauptmanns - teil. Schließlich nahm er im Jahr 1824 seinen Abschied als Major aus dem Militär. Weitere detaillierte Angaben un ein Portrait finden sich auf der schwedischen Wikipedia-Seite.
Neben der Veröffentlichung von Erinnerungen an die Kriege von 1810 und von 1813-1814 hat Ljunggren auch einige Zeichnungen hinterlassen, die aufgrund seiner zeichnerischen Begabung und vor allem seiner genauen Kenntnisse des militärischen Aussehens eine Quelle besonderer Güte darstellen. Im digitalen Archiv des schwedischen Armeemuseums wurden mehrere seiner Zeichnungen sowie in den späteren Erinnerungen beigefügte Tafeln als Gemeingut veröffentlicht.
Daher können die für eine Präsentation retuschierten 17 Tafeln im Uniformenportal von Napoleon Online veröffentlicht werden und stellen neben den anderen Bildquellen zu den Befreiungskriegen eine wertvolle Ergänzung dar. Die äußerst lesenswerten und mit zahlreichen Details angereicherten Erinnerungen Ljunggrens an den Feldzug gegen die Franzosen 1813-1814 wurden von Robert Oldach aufbereitet und unter dem Titel Schwedens Krieg gegen Napoleon: Die Erinnerungen des Leutnants Carl Johan Ljunggrens im Jahre 2024 als Buch veröffentlicht.